Pneumologie 3.0: Vom aktuellen GOLD-Update über das Management der IPF bis zum Lungenkrebsscreening

In der Lungenheilkunde ist aktuell vieles in Bewegung. Wie kaum zuvor ist das Fach derzeit von spannenden Kontroversen, wichtigen neuen Erkenntnissen und der Verfügbarkeit innovativer Therapieoptionen geprägt. Unter den relevantesten Themen, die in Fachkreisen rezent diskutiert wurden, finden sich die neue GOLD-Leitlinie zur COPD, das Erkrankungsmanagement der idiopathischen Lungenfibrose sowie die Frage nach der Rationale eines populationsbasierten Screenings auf Lungenkarzinome.

Mit einer aktualisierten Leitlinie, die einige substanzielle Änderungen enthält, sorgte die Global Initiative for Chronic Obstructive Lung Disease (GOLD) zuletzt für spannende fachliche Diskussionen.1 Hinsichtlich der primären Diagnosestellung hat sich im aktuellen „Strategiepapier“, wie GOLD ihre Leitlinien nennt, wenig geändert. Der Nachweis einer persistierenden Atemwegsobstruktion mit einem postbronchodilatatorisch ermittelten FEV1/FVC-Quotienten unter 0,70 bleibt weiterhin Voraussetzung für die Diagnose einer COPD. Eine Lungenfunktionsdiagnostik soll jedoch laut GOLD nicht nur bei symptomatischen Personen durchgeführt werden. Vielmehr wird eine Strategie des „active case finding“ empfohlen, die letztlich auf die Empfehlung für die Durchführung einer Spirometrie bei Personen mit signifikanter Tabakanamnese oder Exposition gegenüber Schadstoffen hinausläuft. Ein Screening der Allgemeinbevölkerung mittels Spirometrie wird hingegen nicht empfohlen. Leitsymptome der COPD sind in aller Regel Dyspnoe und (häufig auch produktiver) Husten. Im weiteren Verlauf der Erkrankung kommen häufig noch Allgemeinsymptome wie Kachexie und Fatigue hinzu.

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