Auslöser eines chronischen Hustens – Ursachen richtig diagnostizieren und therapieren

Auswahl des Inhalators

Für die Wahl des richtigen Inhalationsgerätes ist zunächst wichtig, ob der Patient einen ausreichenden Inspirationsfluss aufbringen kann, d.h. ob er die Einatemkapazität hat, um das Medikament mit seiner eigenen Atmung in die Lunge zu transportieren. Das zweite Kriterium ist die aktuelle Krankheitssituation. Kommt zum Beispiel eine weitere akute Krankheit hinzu, kann die Fähigkeit des Patienten, seinen Inhalator korrekt einzusetzen, beeinträchtigt werden. Weitere Kriterien bei der Auswahl eines Gerätes sind die manuelle Geschicklichkeit sowie die koordinativen und kognitiven Fähigkeiten des Betroffenen. Schließlich sind auch die Vorlieben des Patienten und die spezifischen Eigenschaften des Gerätes, etwa die Form des Mundstücks, Einatemschlitze, abnehmbare Schutzkappe, zu berücksichtigen.3

Dosieraerosole
Richtig angewandt geben Dosieraerosole eine sehr genaue Wirkstoffdosis ab. Ihr Nachteil ist jedoch, dass das Aerosol mit hoher Geschwindigkeit austritt und zunächst zu einer hohen Konzentration im Oropharynx führt, also nicht in ausreichender Menge in die Bronchien gelangt. Daher erfordern die Geräte eine gute Koordination von Auslösen des Sprühstoßes und Einatmung.3 Diese Nachteile können Vorschaltkammern ausgleichen, die die intrabronchiale Deposititon von Arzneistoffen bis zu 100% verbessern, die oropharyngeale Deposition um ein bis zu 20-faches senken und so die Wirkung steigern sowie Nebenwirkungen wie Soorbefall und Mundtrockenheit senken. Darüber hinaus erleichtern Vorschaltkammern die Koordination zwischen dem Auslösen des Sprühstoßes und dem Einatmen.14, 15

Trockenpulverinhalationssysteme (DPI)
Bei diesen Systemen muss der Patient den Wirkstoff mit der Kraft seiner Einatmung in die Lunge saugen. Unterschieden werden Einzeldosis- und Mehrdosisinhalatoren, die mit Kapseln oder Dosen in Blistern gefüllt werden. Es sind eine gewisse manuelle Geschicklichkeit und Kraft erforderlich, um die Wirkstoffbehälter aus den Blistern zu lösen. Besonders ältere und geschwächte Patienten stoßen dabei oft an ihre Grenzen.16 

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