Rezidivprophylaxe

Die Daten der AUREC Studie zeigten, dass sechs Jahre nach Absetzen einer antikoagulativen Therapie wegen einer VTE das Rezidivrisiko bei Männern bei 30% und bei Frauen bei 8% liegt.7 Der Frage, ob für diese Patienten eine dauerhafte Antikoagulation mit Acetylsalicylsäure (ASS) ausreichend ist, wurde in zwei Studien nachgegangen. So konnte in der WARFASA- Studie zwar eine Reduktion der Gesamtereignisse unter ASS gegenüber Placebo gezeigt werden, die Raten an Pulmonalembolien und Todesfällen konnten durch ASS jedoch nicht reduziert werden.8 Die ASPIRE-Studie kam zu einem ähnlichen Ergebnis,9 sodass der Schluss gezogen werden kann, dass ASS keine Option zur Langzeitprophylaxe von VTE ist. Rezent hat die EINSTEIN-CHOICE-Studie gezeigt, dass das NOAK Rivaroxaban signifikant effektiver in der verlängerten Rezidivprophylaxe (nach Abschluss einer 6–12 monatigen Behandlung) von VTE ist als Aspirin, wobei das Blutungsrisiko vergleichbar ist.10 Auch für Apixaban liegen Daten zur verlängerten Rezidivprophylaxe vor. So hat die AMPLIFY-EXTENSIONStudie, an der Patienten nach 6–12 Monaten Vorbehandlung teilnehmen konnten, unter Apixaban 2,5mg oder 5mg im Vergleich zu Placebo eine signifikante Reduktion im Endpunkt „VTE-Rezidiv oder VTEbedingter Tod“ bewirkt (beide Dosierungen Apixaban 1,7% vs. Placebo 8,8%; p<0,001).11 Die Blutungsraten im Studienarm mit Apixaban 2,5mg waren jenen in der Placebogruppe vergleichbar. Daraus leitet sich die Empfehlung in der Fachinformation ab, für die Langzeitantikoagulation Apixaban in einer Dosierung von 2,5mg zweimal täglich einzusetzen.

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