Synkope

Eine Synkope ist laut den Guidelines der European Society of Cardiology (ESC) 2018 definiert als zerebrale Minderperfusion, charakterisiert durch einen raschen Beginn mit kurzer Dauer und eine spontane komplette Remission. Der Begriff „Präsynkope“ sollte aufgrund der unscharfen  Definition möglichst vermieden werden. Folgende Unterscheidungen können getroffen werden: Reflexsynkope (u.a. Carotissinus- Syndrom, Miktion, Husten, emotional), orthostatische Hypotonie (u.a. medikamenteninduziert, Volumenmangel, neurogen), kardiale Synkope (u.a. strukturelle Herzerkrankung, Gefäßkrankheit wie Aortendissektion oder PAE, bradykarde oder tachykarde Arrhythmien). Davon müssen nicht synkopale Formen der Bewusstseinsstörung unterschieden werden (aufgrund der Vielzahl von Möglichkeiten nicht aufgelistet).
Von zentraler Bedeutung in der Diagnostik ist die Anamnese und vor allem die Fremdanamnese („Beobachter“ der Synkope), damit sind fast 80% aller Diagnosen bereits mit hoher Wahrscheinlichkeit festzustellen. Die genaue physikalische Untersuchung, die Blutdruckmessung (mit dynamischer Evaluierung) und das EKG stellen die Basismethoden dar, auch hier kann ein „Bed-side“-Echokardiogramm zur weiteren Klärung der Genese beitragen. Die betroffenen Patienten sollten kontinuierlich mittels EKG, eventuell mit pO2- Messung monitorisiert werden.
Die Akutmaßnahmen umfassen – abhängig von der Vermutungsdiagnose – neben der Observanz und der im Zweifel stets folgenden stationären Einweisung die kontinuierliche Observanz, die entsprechende Lagerung (z.B. Beine hoch bei orthostatischer Hypotonie) und die Flüssigkeitstitrierung je nach Einschätzung.

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