Update Hepatitis C: Aktuelle Therapieempfehlungen bei Hepatitis C

Die Therapie der Hepatitis C hat in den vergangenen Jahren immense Fortschritte gemacht. Inzwischen stehen zahlreiche wirksame und gut verträgliche direkt wirksame antivirale Therapeutika („direct-acting antivirals“, DAA) zur Verfügung, die zu Heilungsraten von annähernd 100% geführt haben. Wichtig ist es jedoch, Patienten mit einer möglichen HCV-Infektion rechtzeitig zu erkennen und zur Behandlung an ein spezialisiertes Zentrum zu überweisen. Hier kommt den niedergelassenen Allgemeinmedizinern als den ersten Ansprechpartnern eine besondere Rolle zu.1

Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) sind weltweit rund 71 Millionen Menschen mit dem Hepatitis-C-Virus (HCV) infiziert;2 in Österreich sind zwischen
20 000 und 30 000 betroffen. Chronische HCV-Infektion kann zu einer Schädigung der Leber führen, die oft durch eine erhöhte Aktivität der Aminotransferasen ALT und AST im Serum gekennzeichnet ist. Ohne Behandlung ist das Fortschreiten der Erkrankung bis hin zur Leberzirrhose möglich, wodurch letztlich das Entstehen eines Leberzellkarzinoms (HCC) begünstigt wird.3 Bis 2014 waren HCV-bedingte Leberzirrhosen die häufigste Ursache für eine Lebertransplantation. Seither nimmt die Zahl der HCV-assoziierten Lebertransplantationen kontinuierlich ab. Die meisten dieser Infektionen erfolgten vor 1991 durch Transfusionen infizierter Blutkonserven. Seit diese aber auf HCV getestet werden, spielt dieser Übertragungsweg keine Rolle mehr. Heutzutage ist der intravenöse (und intranasale) Drogenkonsum die hauptsächliche Quelle für HCV-Neuinfektionen.

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