Fatigue - „Alles oder nichts?“

  • Anamnese: Charakteristika des Symptoms, assoziierte Beschwerden, Müdigkeit neu/ungewohnt, Beeinträchtigung im Alltag, Vorstellungen des Patienten zu Ätiologie und Behandlung
  • Bei primär ungeklärter Müdigkeit sollen anhand von Screening-Fragen eine Depression oder Angststörung sowie eine vorherige Infektion eruiert werden.
  • Weitere Erhebungen: Vorerkrankungen, Schlaf, Verlauf des Körpergewichts, Tabakkonsum, kardiale, respiratorische, gastrointestinale, urogenitale und ZNS-Funktion, Medikamente, soziale, familiäre, berufliche Situation, chemische oder Lärmbelastung, ähnliche Symptome im privaten/beruflichen Umfeld, Schnarchen, Einschlafen am Steuer, (habitueller) Schlafmangel
  • Führung eines Symptomtagebuchs empfohlen
  • Gründliche körperliche Untersuchung mit Bewertung von Muskeltrophik/-kraft/ -tonus/-eigenreflexen
  • Labor: Blutglukose, Blutbild, Blutsenkung/CRP, Transaminasen, Gamma-GT, TSH
  • Biopsychosozialer Ansatz im gesamten diagnostischen Prozess
  • Achtung: häufig mehrere Erklärungen annehmen und behandeln!
  • Behandlung somatischer Erkrankungen optimieren!
  • Bei einer großen Zahl von zugrunde liegenden Störungen oder Erkrankungen verbessern die Verhaltenstherapie oder symptomorientierte aktivierende Maßnahmen die Müdigkeit und das Allgemeinbefinden und sollen dann empfohlen werden.
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