Adipositaschirurgie spart Geld und verlängert Leben: Behandlungsmöglichkeiten und Wissenswertes für die Nachsorge

Hintergrund

Die WHO schätzt, dass im Jahr 2008 weltweit rund 300 Millionen Männer sowie 200 Millionen Frauen adipös waren. Jährlich sterben circa 3,4 Millionen Menschen an den Folgen von Übergewicht und Adipositas. Die Prävalenz von morbider Adipositas (BMI >40,0kg/m²) beträgt in den USA 4,9%. Bis zum heutigen Tag ist die bariatrische Chirurgie die einzige effektive Methode, dauerhaft Gewicht abzunehmen. So konnte die Swedish Obese Subjects (SOS) Study über einen Zeitraum von 20 Jahren den Vorteil der bariatrischen Chirurgie im Vergleich zu konservativen Behandlungsregimen in Bezug auf kardiovaskuläre Ereignisse, Mortalität sowie Diabetesremission und geringere Diabetesinzidenz zeigen. Entsprechend den NIH-Kriterien aus dem Jahr 1992 ist die bariatrische Chirurgie für alle Patienten mit BMI >40kg/m² oder BMI >35kg/m² und einer Komorbidität (wie z.B. Diabetes oder Schlafapnoe) indiziert. Das Alter der Patienten sollte zwischen 16 und 65 Jahren liegen. Außerdem müssen die Patienten dazu bereit sein, nach der Operation regelmäßig Kontrollen durchführen zu lassen. Wenn bereits vor einer Operation die Compliance infrage gestellt wird, sollte eine bariatrische Operation nicht durchgeführt werden. Alle Patienten sollten vor und nach dem bariatrischen Eingriff von einem interdisziplinären Team – bestehend aus Internisten (Endokrinologen), Diätologen, Chirurgen und Psychologen – an einem Zentrum betreut werden. Nur so sind postoperativ langfristige Erfolge gewährleistet und können Komplikationen sowie Mangelerscheinungen reduziert werden.

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