Diagnostik und Therapie der Hepatitis B

Verlauf und Diagnostik der Hepatitis-B-Infektion

Die Inkubationszeit der Hepatitis B beträgt 4–24 Wochen. Danach kommt es bei einem Drittel der Infizierten zu einer symptomatischen Hepatitis. Zwei Drittel der Erkrankungen verlaufen asymptomatisch. Die Infektion persistiert allerdings bei rund 5% der Erwachsenen und mehr als 90% der infizierten Kleinkinder. In weniger als 1% ist ein fulminanter, zuweilen lebensbedrohlicher Verlauf zu beobachten. Die akute Hepatitis B äußert sich während der ersten Tage häufig durch Grippesymptome, Magen-Darm-Beschwerden, Gelenkschmerzen und Ausschläge. Später können typische Lebersymptome wie Dunkelfärbung des Urins, Ikterus und Juckreiz hinzukommen, anikterische Verläufe sind jedoch häufig. Infolge von Hepatomegalie kann ein Druckgefühl im rechten Oberbauch entstehen. Kommt es zur Chronifizierung, äußert sich diese erst nach langen Jahren der Beschwerdefreiheit. Die Symptomatik einer chronischen Hepatitis B ist oft nur schwach ausgeprägt und wenig spezifisch. Typisch sind Symptome wie Leistungsminderung, Müdigkeit, Appetitlosigkeit und Gelenkschmerzen. Häufig wird eine Hepatitis B erst im Stadium der Zirrhose oder durch ein hepatozelluläres Karzinom symptomatisch. Die unklare und geringe Symptomatik führt zu erheblichen Diagnoseverzögerungen.

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